Aus Sorge um Italien

  • „Renzi vertraue ich, es ist nur schade, dass er nicht zu uns gehört… Er hat in zwei Monaten mehr Kommunisten ausgeschaltet als ich in zwanzig Jahren.“

    Berlusconi am 26. Februar 2014


  • „Wenn Berlusconi homosexuell wäre, hätte niemand auch nur einen Finger gegen ihn erhoben. Ihm wird der Prozess gemacht, weil mit Frauen lebt“

    Putin am 19. September in einer Rede in Moskau


  • „Ich wehre mich! Ich gebe nicht auf! Seid beruhigt, ich werde nicht zur Seite treten, ich bleibe der Chef von Mitterechts und werde bis zuletzt im Interesse des Landes und der Italiener handeln.“

    Silvio Berlusconi nach seiner rechtskräftigen Verurteilung


  • „Es ist eine militärische Besetzung der Institutionen seitens der Linken.“

    Berlusconis Kommentar zur Wahl von Laura Boldrini zur Präsidentin des Abgeordnetenhauses und von Pietro Grasso zum Senatspräsidenten.


  • „Ich bin eben eine Frohnatur, bin lustig und anders als die Opposition, die Haarschuppen und stinkenden Mundgeruch hat und sich nicht wäscht, mag ich gerne singen und scherzen. Aber ich habe nie etwas getan, das nicht absolut korrekt war“

    Berlusconi am 22. 02. beim Fernsehinterview in Rai 2.


  • „Dank der deutschen Politik gibt es in Europa 50 Millionen Bürger, die arbeitslos oder unterbeschäftigt sind“
    Berlusconi im Interview mit dem RAI 3-Moderator Giovanni Floris am 5. 2. 2013.

  • „Die Sache mit den Rassengesetzen war Mussolinis größte Schuld, eines Leaders, der ansonsten viel Gutes bewirkt hat.“
    Berlusconi am 27. 1., dem Tag des Gedenkens an die Shoah, am Rande einer Veranstaltung in Mailand zur Einweihung eines Mahnmals gegen die Judenvernichtung.

  • „Ich könnte auch den Wirtschaftsminister machen, den Außenminister, was auch immer meinem Land nützt und den Gemäßigten, die sich nicht in der Linken wiederfinden.“
    B. am 3. 1. bei RadioRadio auf die Frage, was er von der Lega-Forderung hält, er dürfe nicht Premierminister werden.

  • „Ob ich die Wahl gewinnen kann? Es kommt ganz darauf an, wie viele Stunden ich im Fernsehen bekomme“

    Berlusconi in der Fernsehsendung „Porta a porta“ vom 18. 12. 2012


  • Berlusconi am 11. 12. in einem Telefon-Interview mit seinem Fernsehsender Canale 5:
    „Berlin hat allen Banken befohlen, die italienischen Schatzbriefe zu verkaufen, im Wert von 8 bis 9 Milliarden. Da dachten die anderen Fonds: ‚Wenn die Deutschen verkaufen, steckt etwas dahinter…‘ Und haben einen theoretischen Risikoaufschlag verlangt, bei uns von 6 %. Die Deutschen haben davon profitiert und ihre Zinsen auf 1 % gesenkt – aber was interessiert uns das?“

  • Berlusconi am 11. 12. in einem Telefon-Interview mit seinem Fernsehsender Canale 5 über den Spread:
    „Hören wir doch endlich damit auf, über diesen Betrug zu reden. Was interessieren uns die Zinsen unserer Staatsschuld- verschreibungen im Vergleich zu den deutschen? … Alles Gerede über den Spread ist eine betrügerische Erfindung, um einer Regierung ihre Mehrheit zu nehmen und aus dem Weg zu räumen“

  • „Meine Leute belagern mich mit der Aufforderung, so schnell wie möglich wieder in den Ring zu steigen und die Führung der PdL zu übernehmen“
    Berlusconi am 5. 12

  • „Es gibt immer ein gewisses Risiko, wenn Wahlen stattfinden. Wollen wir deswegen etwa die Wahlen abschaffen? Oder, um auf Nummer sicher zu gehen, die Wahlergebnisse vorher am Schreibtisch festlegen?“
    Staatspräsident Napolitano nach einem Treffen mit den Präsidenten der Abgeordnetenkammer und des Senats zum Thema Neuwahlen.

  • „Aus Liebe zu Italien ging ich damals (1993, A. d. R.) in die Politik. Aus dem gleichen Grund ziehe ich es heute vor, zurückzutreten“.
    (Berlusconi in einer offiziellen Mitteilung vom 24. 10. 2012)

  • „Der Name PdL ist ein Kürzel für ‚Partei der Diebe‘ geworden“.
    Franco Frattini, Mitglied der PdL und Außenminister im Kabinett Berlusconi, am 8. 10. im Interview mit dem „Corriere della Sera“. (Auf Italienisch heißt „Partei der Diebe“ Partito dei Ladri, abgekürzt PdL)

  • „Ich denke, dass ich im Knast keine schlimmeren Leute finde als die, mit denen ich schon in der Region und in meiner Partei zu tun hatte. Im Gegenteil“.
    (Äußerung von Franco Fiorito, dem bisherigen Fraktionsvorsitzenden der PdL in der Regionalparlament von Latium, der wegen des Verdachts der Unterschlagung in Untersuchungshaft kam, während ihm gerade die Fingerabdrücke genommen wurden).

  • Berlusconi am 27. September 2012:
    „“Wir müssen nach Europa gehen und mit Macht erklären, dass die EZB anfangen muss, Geld zu drucken. So ändert sich die Wirtschaft. Die EZB muss ihren eigenen Auftrag ändern, muss der letztinstanzliche Garant der öffentlichen Schulden werden und anfangen, Geld zu drucken. Andernfalls müssen wir die Kraft besitzen, ‚ciao, ciao Euro‘ zu sagen, also aus dem Euro auszusteigen und in der EU zu bleiben oder Deutschland zu sagen, es solle aus dem Euro aussteigen, wenn es nicht einverstanden ist.“

  • B. in einem Interview mit Sallusti von seinem „Giornale“ am 16. 9.2012:
    „Deutschland erlaubt nicht, dass die EZB Geld druckt, und das ist ein Klotz am Bein, der auf tragische Weise ins Gewicht fällt“.

  • Monti zum Wall Street Journal am 6. 8.2012:
    „Mit Berlusconi an der Regierung hätten wir jetzt einen Spread von etwa 1200″.
  • Monti am 7. 8. gegenüber Berlusconi:
    „Ich bedaure, dass das als politisches Urteil verstanden werden kann, was nicht beabsichtigt war“.

  • „Berlusconi im BILD-Interview vom 14. Juli 2012:
    „Ich habe Italien mit meinem Einstieg in die Politik vor 18 Jahren vor dem Kommunismus gerettet“.

  • „Berlusconi im BILD-Interview vom 14. Juli 2012:
    „Ich war der erste westliche führende Politiker, der die Gefahr der Finanzkrise erkannt hat und Reformen eingeleitet hat. Wenn wir unseren Staatshaushalt wieder im Griff haben, ist das zum Großteil meiner Regierung zu verdanken“.

  • Berlusconi am 26. Juni vor PdL-Parlamentariern, um zu signalisieren, dass er noch im Spiel ist:
    „Ich könnte immer noch Wirtschaftsminister in einer Regierung Alfano werden“.

  • Berlusconi am 1. Juni vor den (Beifall klatschenden) Parlamentariern seiner Partei:
    „Ich habe eine verrückte Idee: Fangen wir doch einfach an, mit unserer Münze den Euro zu drucken… Wenn Europa nicht auf uns hört, sollten wir den Deutschen sagen, dass sie aus dem Euro aussteigen.“

  • B. am 20. April in einer Verhandlung des Ruby-Prozesses:
    „Nach dem Abendessen führten die eingeladenen Mädchen doch nur Burlesken auf (laut Duden sind Burlesken Vorführungen „von derber Komik“, A. d. R.). Sie haben sich verkleidet: als Polizist, Krankenschwester, Weihnachtsmann. Viele der Kostüme waren Geschenke von Gaddafi“.

  • Gianmarco Quadrini, UDC-Fraktionsvorsitzender im Regionalparlament der Lombardei, nach dem Rücktritt von Bossis Sohn Renzo vom seinem Amt als Regionsabgeordneter:
    „Dieser Rücktritt ist die einzige intelligente Handlung, an die man sich bei Bossi-Junior erinnern wird“.

  • Bossi, Chef der Lega Nord und ehemaliger Minister im Kabinett Berlusconi, über den jetzigen Ministerpräsidenten Monti am 5. 3. vor Journalisten:
    Er riskiert sein Leben, denn der Norden wird ihn liquidieren“.

  • „Er wird gestärkt durch das Gerechtigkeitsempfinden, das er hat. Er weiß für sich, dass er alles richtig gemacht hat.“ (Peter Hintze über Bundespräsident Wulff in einer Talkshow am 13. Februar 2012)

  • „Seine Rede war einfach großartig, er ist ein wahrer Kämpfer gegen die europäische Linke.“ (Peter Hintze über Bundespräsident Wulff in einer Talkshow am 13. Februar 2012)

  • Berlusconi gegenüber der Financial Times am 3. 2.: „Ich werde nicht wieder für das Amt des Premiers kandidieren“

  • Gianfranco Polillo, Wirtschaftsstaatssekretär in der Monti-Regierung, in einem Radiointerview am 3. 2. über Berlusconi: „Ich wünsche mir, dass er Staatspräsident wird… Er hat unserem Land viel gegeben“

  • B. bei einer Pressekonferenz zur Vorstellung eines Buches des mit ihm befreundeten Journalisten Bruno Vespa: „Der Faschismus war eine Form minderer Demokratie“

  • Berlusconi nach seinem Rücktritt, bei verschiedenen Gelegenheiten: „Ich bin nur aus Großmut zurückgetreten. Keiner hat mich dazu gezwungen“

  • B. auf seiner Pressekonferenz zum letzten G20-Gipfel: „Als ich da so im Kreis der G20 saß, habe ich mich gefragt: Wer sonst könnte hier Italien vertreten, wenn nicht ich?“

  • Berlusconi am 4. 11. 2011 vor der internationalen Presse in Cannes: „Dass es in Italien irgendetwas wie eine Krise geben soll, davon merkt man nicht. Die Restaurants sind voll, die Flüge ausgebucht.“

  • Die sueddeutsche.de schrieb am 22. Oktober 2011: „Es „ist unklar wie Italien und seine fast schon kriminell handlungsunwillige Regierung den nächsten Spekulationsschock aussitzen wollen.“

  • Ministerpräsident B. sagt zu Lavitola in einem Telefongespräch am 13.7.: „Italien ist ein Scheißland. In ein paar Monaten haue ich ab.“
    Wir meinen: Versprochen ist versprochen!

  • Berlusconi in einer Pressekonferenz am 17. 2. 2004: „Wenn der Staat von mir 50% und mehr (an Steuern) verlangt, halte ich das für unzumutbar und fühle mich moralisch zur Steuerhinterziehung legitimiert.“
    Da war er bereits Ministerpräsident.

  • Berlusconi in seiner Parlamentsrede zur Finanzkrise am 3.8.: „Italien steht solide da, seine Banken sind solide, den öffentlichen Konten geht es besser als denen der anderen, unser Rentensystem wird von allen beneidet. Das Süße zuletzt: die Regierung Berlusconi bleibt regulär bis 2013 im Amt“

  • B. über Finanzminister Tremonti in einem Interview mit „La Repubblica“ vom 8.7.2011: „Wissen Sie, er denkt, dass er ein Genie ist und alle Anderen Idioten. Ich ertrage ihn, weil ich ihn schon lange kenne und ihn akzeptieren muss, so wie er ist. Aber er ist der Einzige, der kein Teamspieler ist.“

  • Berlusconi über das Geld, das er De Benedetti zahlen muss: „Dem werde ich nie das Geld geben, lieber gebe ich es der Wohlfahrt“

  • Maurizio Masi, ehemaliger RAI-Direktor, zu Luigi (Gigi) Bisignani in einem Telefonat am 4. 10. 2010:„“Santoro ist auf der Flucht! Meine Leute stoßen schon an… Wir haben gewonnen, Gigi, Santoro ist tot! Wir haben ihm den Arsch aufgerissen!“
    Santoro ist der populäre, von B. gehasste Fernsehjournalist, der inzwischen die RAI verlassen musste.

  • B. über den im Ministerrat beschlossenen Haushaltsplan:„Wir haben alle drastischen Maßnahmen der anderen europäischen Länder vermieden. Die Italiener müssten uns ein Denkmal setzen“

  • Berlusconi vor der Mailänder Kommunalwahl zu seinen Wahlkampfstrategen (laut „Corriere della Sera“ vom 17. 5.): „Macht mich dort zum Listenführer. Wenn ich weniger als die 53.000 Präferenzen vom letzten Mal (bei den Kommunalwahlen 2006, A. d. R.) bekomme, beerdigt mich die Opposition“.
    Er bekam dieses Mal ca. 27.000.

  • Daniela Santanchè, heute Staatssekretärin im Kabinett Berlusconi, am 29. März 2008 während einer Kundgebung in Mailand: „Mit Stolz bekenne ich, eine Faschistin zu sein, wenn das bedeutet, die Illegalen mit einem Fußtritt in den Hintern davonzujagen“.

  • Berlusconi am 8. Mai 2011 auf einer kommunalen Wahlkampfveranstaltung in Obia: „Die Staatsanwälte sind ein Krebsgeschwür“

  • Berlusconi am 11. Februar 2006: „Nur Napoleon hat mehr erreicht als ich“

  • Berlusconi über Ruby in einem Gespräch mit Journalisten am 11. April 2011: „Ich gab Ruby Geld, damit sie sich nicht mehr prostituieren müsse.“

  • Ruby beruhigt telefonisch ihre Mutter, die sich aufregt, weil sie am Vortag zum ersten Mal von der Polizei wegen ihrer Tochter verhört wurde:
    „Silvio ruft mich jeden Tag an und sagt mir:
    ‚Sei ruhig, Ruby, wenn Du 18 Jahre alt bist, wirst Du zu mir nach Hause kommen, vor den Augen der ganzen Polizei… Und dann werde ich Deine Papiere in Ordnung bringen, denn ich bin es, der in Italien etwas zu sagen hat, und nicht die Polizei“

  • Berlusconi im Canale 5 angesichts seiner jetzt wieder aufgenommenen Prozesse:
    „Ich bin der am häufigsten angeklagte Mann des Universums und der Geschichte“

  • Pier Ferdinando Casini, Leader der UDC, zu Belusconis Äußerung, mit seiner Justizreform hätte es „Mani pulite“ (die Aktion „Saubere Hände“ der Mailänder Richter 1993) nie gegeben:
    „Meint er damit eigentlich, dass es dann die Diebe nicht gegeben hätte, oder dass dann die Diebe nicht erwischt worden wären?“

  • Der Fraktionsvorsitzende der Lega-Nord im Europäischen Parlament, Speroni, zu den 150 Jahren der Einheit Italiens:
    „Die Einheit Italiens ist kein Ereignis, das man feiern müsste… Besser, es hätte sie nie gegeben, dann wäre Padanien reicher.“

  • Umberto Bossi, Leader der separatistischen Lega-Nord und derzeit Minister für Reformen in der Berlusconi-Regierung, erklärte 1997 zur italienischen Nationalflagge:
    „Mit dem italienischen Trikolore wische ich mir den Arsch ab!“

  • Silvio Berlusconi sagte im Dezember 2010 laut der Zeitschrift „Espresso“:
    „Mit dem ägyptischen Präsidenten Mubarak, dem libyschen Präsidenten Gaddafi und dem tunesischen Präsidenten Ben Ali verbindet mich eine echte Freundschaft“.

  • Piero Longo, Verteidiger B.s, nachdem bekannt gegeben wurde, dass das Gericht im Fall „Rubygate“ aus drei Richterinnen bestehen wird:
    „Toll, Damen erfreuen uns immer, manchmal sind sie ja auch erfreulich“

  • Mariastella Gelmini, Erziehungsministerin in der Berlusconi-Regierung, in einem Interview an „La Repubblica“ vom 14.2.2011:
    „Diejenige, die in Times Square gegen den Ministerpräsidenten demonstrieren, sollten sich schämen. Man sollte die Heimat nicht so im Ausland verunglimpfen“

  • Vittorio Sgarbi, Kunsthistoriker, Publizist und Anhänger von B., zu der Demonstration der italienischen Frauen am 13. Februar:
    „Ich schlage unseren Ministerinnen vor, mit einer Demonstration für den Stolz auf die Liebe, ihre Freiheit und auch ihre Perversionen zu antworten. In allen Städten sollte man die liebenden Frauen aufrufen, unter dem Motto ‚Frauen, die Silvio lieben‘ auf die Straße zu gehen. Ohne Scham und Heuchelei: Wieviel Frauen gibt es, die gerne in die Villa Arcore (B.s Residenz) gehen würden? Probieren wir es doch aus.“

  • Berlusconi auf dem EU-Gipfel der europäischen Regierungschefs in Brüssel am 4.2.2011:
    „Wir (d.h. er) hoffen auf einen Übergang in Ägypten zu einem demokratischeren System ohne Umsturz, mit einem Präsidenten Mubarak, den der Westen und allen voran die USA als weisen und vernünftigen Mann ansehen“
    Tja, Pech gehabt…

  • Gianfranco Rotondi (PdL) zum Fall Ruby und den Bunga-Bunga-Partys mit jungen Prostituierten in B.s Villa Arcore:
    „Die privaten Verhaltensweisen des Premiers sind nicht nur aus ethischer Sicht akzeptabel, sondern sogar als Vorbild zu empfehlen… Er (B.) ist ein ehrlicher, sauberer Mensch, erfüllt mit tiefen moralischen Werten.“
    Rotondi ist Minister zur Realisierung des Regierungsprogramms im Kabinett Berlusconi.

  • „Einige bekannte Mailänder Staatsanwälte haben sich auf schwerwiegende Weise in mein Privatleben eingemischt… Wieder einmal wird das Recht gebeugt, um mich in politischer Absicht zu verfolgen… Was die Bürger in ihren eigenen vier Wänden machen, geht nur sie etwas an. Dieser Grundsatz gilt für alle, auch für mich“..
    So B. am 16. Januar in einer Videobotschaft zu den gegen ihn eingeleiteten Ermittlungen wegen Förderung der Prostitution Minderjähriger und Amtsmissbrauch.

  • Maurizio Belpietro, Chefredakteur der regierungsfreundlichen Tageszeitung „Libero“ in seinem Leitartikel vom 16.1.2011:
    „Wenn zum Zurückdrängen der Linken, der Strippenzieher und der Geldverschwender der Preis eines Regierungschefs bezahlt werden muss, der den Damen den Hintern betatscht, so habe ich gar keine Zweifel. Besser ein altes Schwein als so manche junge Heuchler wie Fini.“.

  • Berlusconi zu seinem internationalen Ansehen: „Auf den letzten beiden internationalen Gipfeltreffen war ich der Star. Alle wollten sich mit mir fotografieren lassen, nicht nur auf Grund meiner Erfahrung, sondern weil sie mich als einen Tycoon ansehen, und nicht nur als einen Politiker“.

  • Arbeitsminister Sacconi zu den Rücktrittsforderungen, die an Kulturminister Bondi nach dem Zusammenbruch des „Gladiatorenhauses“ und anderer Denkmäler in Pompei gerichtet wurden:„Wieso Rücktritt von Bondi? Ist etwa jemand nach dem Zusammenbruch der Berliner Mauer zurückgetreten?“.

  • Alexander Lukaschenko nannte 2009 Berlusconi „einen großen Freund und einen planetarischen Leader“.
    Silvio Berlusconi antwortete:„Ich danke Ihnen und Ihrem Volk, das Sie liebt, wie dies ja auch die Wahlen zeigten.“

  • Domenico Scilipoti, ehemals IdV, rechfertigt, warum er während der Vertrauensabstimmung beim ersten Aufruf nicht im Parlament war (gegen den Verdacht, er habe damit noch einmal seinen Preis hochtreiben wollen): „Beim ersten Aufruf war ich auf dem Klo“

  • Antonio Di Pietro (IdV) über den „Kauf“ von Abgeordneten seitens Berlusconis-Partei: „Das ist kein Parlament, sondern ein Viehmarkt!“

  • Die US-Botschaft in Rom über Berlusconi (laut Wikileaks): „Inkompetent“, „aufgeblasen“, „ineffektiv“, „unfähig“ und „schwach“

  • B. zum „Fall Ruby“ und seinen „Bunga-Bunga-Partys“ mit jungen Mädchen in seiner Villa in Arcore: „Ich habe ein furchtbar stressiges Leben… Ab und zu brauche ich einen entspannenden Abend als Mentaltherapie, um das Gehirn von allen Sorgen zu befreien“

  • Silvio Berlusconi nach der „Enthüllung“, dass Tulliani Eigentümer der Wohnung in Montecarlo sei: „Wenn Fini auch nur ein bisschen Ehre im Leib hat, tritt er jetzt zurück“.

  • Berlusconi über den P 3-Kreis, zu dem offenbar auch seine Parteifreunde Dell’Utri, Caliendo und Verdini gehören: „Der besteht ja nur aus drei oder vier pensionierten Schlappschwänzen“

  • Gianfranco Fini (PdL) zum Fall Brancher: „Ich möchte nicht, dass die PdL und die Regierung in den Verdacht gerät, jemand lasse sich zum Minister ernennen, weil er nicht vor Gericht erscheinen will.“
    Sandro Bondi (PdL): „Diese Äußerung enttäuscht mich bitter: Wir müssten diese Personen doch verteidigen…“
    Silvio Berlusconi (PdL): „Fini ist ein Verräter. Schmeißen wir ihn doch aus der Partei.“

  • Aldo Brancher am 27. Juni in einem Interview mit RAI 3:„Das ist unanständig. Das gibt’s doch nicht: Italien verliert die Weltmeisterschaft, und dann legt man sich mit mir an.“

  • „Gianfranco Fini: „Padanien existiert nicht!“, Umberto Bossi daraufhin: „Die Padanen sind Leute, die produzieren, die Steuer zahlen und den ganzen Laden am Laufen halten. Fini gefällt das nicht, weil sie nicht für ihn, sondern für uns stimmen.“

  • Marcello Dell’Utri im April 2010 zu Journalisten: „Ich warte jetzt auf das Urteil (des Berufungsverfahrens, das für den 11. Juni erwartet wird, A. d. R.). Wenn sie mich freisprechen, bin ich bereit, alle meine Ämter aufzugeben. Ich interessiere mich überhaupt nicht für Politik. Wenn es nicht die Prozesse gegen mich gäbe, würde ich nicht den Parlamentarier machen. Wollt Ihr nicht endlich verstehen, dass ich nur aus Notwehr in die Politik gegangen bin, um mich vor einem politischen Angriff zu schützen?“

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