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	<title>Kommentare zu: Kranke Demokratie</title>
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		<title>Von: Motty Levi</title>
		<link>http://www.aussorgeumitalien.de/wp/?p=832&#038;cpage=1#comment-42</link>
		<dc:creator>Motty Levi</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 12:43:57 +0000</pubDate>
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		<description>Ich kenne Kolleginen meiner Frau, die aus der Nichteinhaltung bestimmter italienischer buerokratischen Regeln es verpasst hatten festeingestellte Studienraete zu werden und, auf Grund ihrer Versaeumnisse dazu verdammt sind zeitlebens eine praekaere Arbeitsstelle als Hilfslehrerinnen zu haben. Ich kenne deshalb keinen plausiblen Grund warum Parteien die die gleiche &quot;Schluderigkeit&quot; an den Tag legen, besser als jeder normale italienische Staatsangehoerige behandelt werden sollten, nicht zuletzt auch da die abstruse Buerokratie einzig und allein von einer dermassen hohen Unzahl von Dekreten und einstweiligen Gesetzen abhaengt, die das Walten der Justiz zu einem wirklich schlechten Scherz machen. Jede Regierungskoalition die, seit der Nachkriegszeit, in Italien mal fluechtig an der Macht war, hat dazu beigetragen die zivilen und poenalen Gesetzcodexe so dermassen ueberzuladen, dass wir heute ein bisschen weniger als 300.000 (!) Gesetze haben die kein sterblicher Mensch, nicht einmal ein volles Gremium sterblicher Menschen, als Richter, Staatsanwalt und Rechtsanwalt ueberblicken und anwenden kann. Aus meiner persoenlichen Sicht heraus finde ich es als angebracht und recht, dass eine Partei, die sich in den letzten Jahren in nichts Anderem, als in der Fertigung von selbstnuetzigen Sonderdekreten profiliert hat, jetzt ueber ihren eigenen Kehricht stolpert. Ich bin nicht schadenfroh, dennoch meine ich, als normaler italienischer Staatsbuerger, darueber efreut sein zu duerfen, dass es dieses, eine, Mal ein Hauch von angewandter Justiz in meinem Land gibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kenne Kolleginen meiner Frau, die aus der Nichteinhaltung bestimmter italienischer buerokratischen Regeln es verpasst hatten festeingestellte Studienraete zu werden und, auf Grund ihrer Versaeumnisse dazu verdammt sind zeitlebens eine praekaere Arbeitsstelle als Hilfslehrerinnen zu haben. Ich kenne deshalb keinen plausiblen Grund warum Parteien die die gleiche &#8220;Schluderigkeit&#8221; an den Tag legen, besser als jeder normale italienische Staatsangehoerige behandelt werden sollten, nicht zuletzt auch da die abstruse Buerokratie einzig und allein von einer dermassen hohen Unzahl von Dekreten und einstweiligen Gesetzen abhaengt, die das Walten der Justiz zu einem wirklich schlechten Scherz machen. Jede Regierungskoalition die, seit der Nachkriegszeit, in Italien mal fluechtig an der Macht war, hat dazu beigetragen die zivilen und poenalen Gesetzcodexe so dermassen ueberzuladen, dass wir heute ein bisschen weniger als 300.000 (!) Gesetze haben die kein sterblicher Mensch, nicht einmal ein volles Gremium sterblicher Menschen, als Richter, Staatsanwalt und Rechtsanwalt ueberblicken und anwenden kann. Aus meiner persoenlichen Sicht heraus finde ich es als angebracht und recht, dass eine Partei, die sich in den letzten Jahren in nichts Anderem, als in der Fertigung von selbstnuetzigen Sonderdekreten profiliert hat, jetzt ueber ihren eigenen Kehricht stolpert. Ich bin nicht schadenfroh, dennoch meine ich, als normaler italienischer Staatsbuerger, darueber efreut sein zu duerfen, dass es dieses, eine, Mal ein Hauch von angewandter Justiz in meinem Land gibt.</p>
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		<title>Von: Graziano Priotto</title>
		<link>http://www.aussorgeumitalien.de/wp/?p=832&#038;cpage=1#comment-38</link>
		<dc:creator>Graziano Priotto</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 04:47:59 +0000</pubDate>
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		<description>Leider ist alles was in diesem Artikel steht wahr und spiegelt 100% die Wirklichkeit der italienischen Politik und Gesellschaft. 

Dass man sogar (wie ich erst hier erfahre, ich weigere mich seit Jahren die italienischen lügnerischen Zeitungen zu lesen) wie Senator Di Pietro gesagt haben soll, sich eine Intervention der Streitkräfte wünscht, um den unleugbaren Verfall der Republik zu stoppen, zeigt wie desolat und aussichtslos die Lage ist. Aber ich war während meines Militärdienstes Offizier auf Zeit in Italien, und ich kann mich nicht vorstellen, dass diese Armee heute anders ist als vor 45 Jahren: sie ist weder fähig, einen konservativen, rechten wie einen progressiven, linken Staatsstreich zu verüben. Ich glaube, es gibt kaum eine andere Armee auf der Welt die so politisch desinteressiert ist wie die italienische: was durchaus auch positiv sein könnte.

Aber eben, von dieser Seite her ist sicher keinerlei Hilfe für die Demokratie zu erwarten. 

Italien macht z.Z das größte Experiment der Geschichte: wie weit kann man eine Demokratie demontieren, vor den Augen der ganzen Welt, ohne bis jemand aufsteht und sagt, wie in der Fabel, dass der König nackt ist, hier: die Demokratie tot ist. Eine vage Erinnerung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Leider ist alles was in diesem Artikel steht wahr und spiegelt 100% die Wirklichkeit der italienischen Politik und Gesellschaft. </p>
<p>Dass man sogar (wie ich erst hier erfahre, ich weigere mich seit Jahren die italienischen lügnerischen Zeitungen zu lesen) wie Senator Di Pietro gesagt haben soll, sich eine Intervention der Streitkräfte wünscht, um den unleugbaren Verfall der Republik zu stoppen, zeigt wie desolat und aussichtslos die Lage ist. Aber ich war während meines Militärdienstes Offizier auf Zeit in Italien, und ich kann mich nicht vorstellen, dass diese Armee heute anders ist als vor 45 Jahren: sie ist weder fähig, einen konservativen, rechten wie einen progressiven, linken Staatsstreich zu verüben. Ich glaube, es gibt kaum eine andere Armee auf der Welt die so politisch desinteressiert ist wie die italienische: was durchaus auch positiv sein könnte.</p>
<p>Aber eben, von dieser Seite her ist sicher keinerlei Hilfe für die Demokratie zu erwarten. </p>
<p>Italien macht z.Z das größte Experiment der Geschichte: wie weit kann man eine Demokratie demontieren, vor den Augen der ganzen Welt, ohne bis jemand aufsteht und sagt, wie in der Fabel, dass der König nackt ist, hier: die Demokratie tot ist. Eine vage Erinnerung.</p>
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